Johann Nepomuk Nestroy |
1 Das Glück ist eine leichtfertige Person, die sich stark schminkt und von ferne schön ist. |
2 Der Mensch ist auch ein Federvieh. Denn gar mancher zeigt, sobald er eine Feder in die Hand nimmt, was er für ein Vieh ist. |
3 Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven, aber keine freien Völker regieren können. |
4 In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, daß es stillsitzt und den Mund hält. |
5 Lang leben will halt alles, aber alt werden will kein Mensch. |
6 Wahrheit ist das Erhabenste - drum kann man"s auch nicht jedem auf die Nase binden. |
7 Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer eine Dummheit. |